Klimaaktivisten im Porträt

DIE ZEIT stellt anlässlich des UN-Klimagipfels u. a. den polnischen Klimaaktivisten Artur Wieczorek vor: http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-11/polen-klima-artur-wieczorek

Spannend!

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Heute beginnt der UN-Klimagipfel

Heute beginnt in Warschau der Weltklimagipfel. Hier soll der globale Klimaschutzvertrag inhaltlich so vorbereitet werden, dass er 2015 zur Klimakonferenz in Paris verabschiedet werden kann. Das Ziel: die Stabilisierung des Klimas – die Erde soll sich bis zum Ende des Jahrhunderts um höchstens 2 Grad erwärmen.

Ob das gelingt, das stellen vor allem Umweltschutzaktivisten infrage. Gerade die großen Industrienationen wie die USA oder China blockieren wichtige Entscheidungen.

Eine Erwärmung von mehr als 2 Grad hätte dramatische Folgen, wie Greenpeace schreibt: So könnte der größte Urwald der Welt in Amazonien verschwinden: http://klimagipfel.greenpeace.de/

Vor allem die Inselstaaten schlagen Alarm – sie sind die Ersten, die vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sind. Sie kämpfen heute schon mit immer stärkeren Wirbelstürmen und Überschwemmungen.  Die Seite http://www.klimaretter.info schreibt dazu u. a.: Vor allem die Südseeinseln sähen ihre Lebensgrundlagen akut bedroht. Es gebe heute mehr tropische Stürme und das Grundwasser stehe vor der Versalzung.

Ross Jackson geht in seinem Buch „Occupy World Street“ natürlich mehrfach auf das Thema Klima ein. In der Einleitung schreibt er u. a.: „Dass es den UN-Klimakonferenzen von 2009 und 2010 nicht gelang, entschieden gegen die sich abzeichnende Gefahr des Klimawandels vorzugehen, führt zu einem beunruhigenden Gedanken: Vielleicht ist es politisch nicht möglich, die vielen globalen Krisen, denen unsere Zivilisation gegenübersteht, in den Griff zu bekommen. Dies klingt vielleicht absurd, ist aber leider eine reale Möglichkeit. Und es geht nicht nur um den Klimawandel. Das Problem sitzt viel tiefer. Heutzutage sind wir mit einer Vielzahl ernsthafter Bedrohungen für das Leben, wie wir es kennen, konfrontiert – mit Bedrohungen, die für frühere Generationen keine Rolle spielten: Überlastung der Ökosysteme, Überbevölkerung, nicht nachhaltiges Wachstum, Artensterben, wachsende Ungleichheit, globale Ungerechtigkeit sowie in jüngster Zeit die Erderwärmung und das globale Ölfördermaximum (Peak Oil).“

Und weiter schreibt Ross: „Viele Menschen haben auf verschiedenste Weise versucht, auf die wachsenden Bedrohungen zu reagieren. Ich selbst habe mich darauf konzentriert, die Ökodorfbewegung zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Qualität von und der Zugang zu Ausbildung in Sachen Nachhaltigkeit verbessert wird.“

Ross lebt mit seiner Frau Hildur in einem Ökodorf in Dänemark. Wer mehr über Ökodörfer auf aller Welt wissen will, kann hier nachlesen: http://db.ecovillage.org/de/global-ecovillage-network

Greenpeace fordert „Freiheit für die Arktis-Aktivisten“

Wer Greenpeace unterstützen möchte, kann einen Aufruf an den russischen Botschafter unterzeichnen: http://www.greenpeace.de/themen/oel/kampagnen/freiheit_fuer_unsere_aktivisten/

Auf der Greenpeace-Seite ist weiter zu lesen: Im Fall um die Arctic Sunrise hat der Internationale Seegerichtshof (ISGH) eine voraussichtliche Entscheidung für den 22. November angekündigt. Die Richter hatten zuvor den Antrag der Niederlande angehört, Schiff und Besatzung unverzüglich freizulassen. Antragsgegner ist die russische Regierung, die eine Teilnahme am Verfahren verweigert.

http://www.greenpeace.de/themen/oel/kampagnen/freiheit_fuer_unsere_aktivisten/

Tolle Idee: die essbare Stadt

Wer in einer sogenannten „essbaren Stadt“ lebt hat es gut. Er kann Obst, Kräuter, Salat und Gemüse in seiner Umgebung ernten – und es kostet nichts. Andernach ist so eine „essbare Stadt“ – eine wunderbare Initiative. Nachmachen erlaubt und erwünscht …

Hier ein interessanter Text dazu in der ZEIT http://www.zeit.de/2013/36/urban-gardening-essbare-stadt

Eine neue und gerechte Welt – wie umsetzen?

Veränderungen sind dringend nötig – das ist sicher den meisten Menschen klar. Und jeder Einzelne von uns kann dazu beitragen, mithelfen, die Welt ökologischer und gerechter zu machen. Doch die Umsetzung einer neuen Weltordnung scheint vielen utopisch. Ross Jackson hat sich in „Occupy World Street“ genau dazu Gedanken gemacht – er bleibt eben nicht stehen bei der Aufzählung all dessen, was in der Welt nicht stimmt. Er vermittelt in seinem Buch einen Gegenentwurf, der funktionieren könnte. Wir haben zum Start des Blogs schon ein paar dieser Ideen vorgestellt. Heute präsentieren wir das erste Kapitel des Buches, in dem Ross seine Ideen vorstellt – und natürlich zur Diskussion einlädt. Nachzulesen hier https://occupyworldstreet.files.wordpress.com/2013/11/leseprobe_kapitel12.pdf oder unter „Das Buch“ und den dortigen Leseproben.

Peak Oil – und was dann?

Die Wissenschaft streitet  sich zwar noch, wann genau der Rohstoff Öl verbraucht sein wird, aber dass der Zeitpunkt schneller kommt, als uns allen lieb ist, scheint sicher.

Als Peak Oil bezeichnet man übrigens das globale Ölfordermaximum: http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/peak_oil_das_erdoelfoerdermaximum_1130.htm

Ross Jackson dazu: „Für unseren Planeten wird der Höhepunkt in einer wesentlichen Hinsicht einzigartig sein. In dramatischer Weise trifft er mit dem Umstand zusammen, dass in dieser Zeit des ökologischen Stresses die treibenden Kräfte, die für 75 % des enormen wirtschaftlichen Wachstums der letzten 100 Jahre verantwortlich sind – Öl und Gas – kurz vor ihrem Fördermaximum stehen und danach kontinuierlich abnehmen werden. Diese beiden gleichzeitig ablaufenden Phänomene – ökologische Überlastung und Peak Oil – werden das Zerplatzen der, wie ich es nenne, ‚Wachstumsblase‘ bewirken; dies wird zu eine Phase drastischen Energieabfalls führen. Wenn das passiert, wird sich das wirtschaftliche Wachstum ziemlich plötzlich umkehren – für unbestimmte Zeit und mit weit reichenden schmerzhaften Folgen für alle.

Wir konsumieren jedes Jahr mehr Öl als wir neu entdecken. Anders ausgedrückt: Die Öllagerstätten im Boden nehmen mit jedem Jahr weiter ab. Bisher überstieg die Ölförderung immer die Nachfrage, aber gerade jetzt, wo die Reserven abnehmen, steigt die Nachfrage – besonders in China und Indien. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Nachfrage die Förderung erstmals übersteigt und nicht mehr genug Öl da ist. Wenn das passiert, werden die Folgen alles andere auf der politischen Tagesordnung überschatten. Jeder, der daran zweifelt, dass es ein Ölfördermaximum gibt, sollte die Prognosen der Experten genau ansehen. Nicht einig sind sich die Fachleute nur in der Frage, wann wir das Maximum erreichen – sofern es nicht bereits erreicht ist.“

Wie groß ist euer ökologischer Fußabdruck?

Baden statt Duschen, Fernseher und Computer immer auf „Stand by“ lassen, viel Fleisch und exotische Früchte essen und mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen … wer so lebt, erzeugt einen großen ökologischen Fußabdruck. Was alles noch den ökologischen Fußabdruck beeinflusst, könnt ihr in diesem spannenden Test „Berechne deinen Fußabdruck“ herausfinden:

http://www.footprint-deutschland.de/inhalt/berechne-deinen-fussabdruck

Auch für Staaten gibt es das Werkzeug „ökologischer Fußabdruck“: Das Maß gibt die Landfläche an, die pro Kopf nötig wäre, um alle erneuerbaren Rohstoffe zu erzeugen und den Abfall zu entsorgen. Die Zahlen für 150 Nationen werden regelmäßig vom World Wide Fund For Nature (WWF) in ihrem Living Planet Report veröffentlicht.

http://www.wwf.de/themen-projekte/biologische-vielfalt/reichtum-der-natur/der-living-planet-report/

Ross Jackson zeigt in seinem Buch auf, dass der durchschnittliche Fußabdruck zwischen 1961 und 2005 – also in 44 Jahren – um 28 Prozent angestiegen ist. Da aber auch die Bevölkerung in dieser Zeit ebenso gewachsen ist, haben sich die gesamten Belastungen mehr als verdoppelt!!
Im Hinblick auf die ökologische Tragfähigkeit der Welt, so Jackson, „stieg der gesamte Fußabdruck von schätzungsweise 53 Prozent auf 130 Prozent (!). Im Jahr 2008 betrug die Überbelastung schon rund 30 Prozent.

Welches Land verursacht wohl den größten Fußabdruck?

Der Rückgang der Energie

Liebe Verbraucher, macht Euch gefasst! Durch die Ökostrom-Umlage werden die Strompreise ab Januar 2014 auf einen Rekordwert ansteigen. Ross Jackson überrascht diese Entwicklung sicher nicht. Er widmet sich im 2. Kapitel seines Buches „Rückgang der Energie“ dem Thema Energiewende.

Besonders fokussiert ist Jackson auf das Thema Ölförderung und –verbrauch. „Ohne Öl wäre die Weltbevölkerung wahrscheinlich weit unter den 7 Milliarden von heute geblieben.“, konstatiert er. Jackson warnt vor „Peak Oil“, d.h. dem bevorstehenden weltweiten Ölfördermaximum und den verheerenden Folgen, wenn den Menschen das Öl als Energiequelle ausgeht. Deshalb seien bereits jetzt explodierende Preise festzustellen, so Jackson.

Hier geht es zu einem Video, in dem Ross Jackson über Peak Oil spricht: http://www.youtube.com/watch?v=u1dizIo4VHs

„Und was ist mit der Energie aus Kohle, Atom, Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme, Biogas, Wellen und anderen Energietechnologien? Können diese nicht das Öl ersetzen, sodass wir unsere Konsumgesellschaft weiterführen können? […] Wenn wir in Zukunft über alternative Strategien nachdenken, müssen wir viel stärker den  Energieumsatz berücksichtigen statt ökonomischer Berechnungen, die auf einer verzerrten Preisgestaltung beruhen. […] Wenn wir ins 22. Jahrhundert schauen, wo das verfügbare Erdöl, Erdgas, Uran und Kohle erschöpft sein werden, bleiben uns wahrscheinlich nur Sonne, Wind und Wasser als erfolgversprechendste Alternativen. […] Wenn wir sorgfältig planen, sollte es möglich sein, dass wir unseren Energiebedarf langfristig ohne fossile Brennstoffe befriedigen können. Ein Bericht des IPCC (Weltklimarat) vom Mai 2011 schätzt, dass wir bis 2050 80 % unseres weltweiten Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien decken und die CO2- Konzentration in der Atmosphäre unter 450 ppm halten können. Das Hauptproblem, betont der IPCC, ist der politische Wille. […] Der Schlüssel zu einer langfristigen Lösung ist die Sonnenenergie, denn eine enorme Menge davon trifft täglich auf unseren Planeten und wird dies noch mindestens eine Milliarde Jahre lang tun.“

Mit einer interaktiven Grafik könnt Ihr jetzt Euren Energiebedarf testen. Dahin gelangt Ihr über den folgenden SZ-Artikel „Ökostrom-Umlage steigt auf Rekordwert“: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/energiewende-oekostrom-umlage-steigt-auf-rekordwert-1.1794991

„Occupy World Street“ auf der Frankfurter Buchmesse 2013

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Der Hirzel Verlag stellte seine Neuerscheinungen auf der Frankfurter Buchmesse vor, und „Occupy World Street“ bekam gleich eine ganze Wand.

Messestand

Ein großer QR-Code ziert die „Occupy World Street“-Wand – so gelangten die Messebesucher direkt auf das Blog.

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Zum Anfassen und Reinblättern – die ersten druckfrischen Bücher lagen am Hirzel-Stand aus, um begutachtet zu werden.