Heute beginnt der UN-Klimagipfel

Heute beginnt in Warschau der Weltklimagipfel. Hier soll der globale Klimaschutzvertrag inhaltlich so vorbereitet werden, dass er 2015 zur Klimakonferenz in Paris verabschiedet werden kann. Das Ziel: die Stabilisierung des Klimas – die Erde soll sich bis zum Ende des Jahrhunderts um höchstens 2 Grad erwärmen.

Ob das gelingt, das stellen vor allem Umweltschutzaktivisten infrage. Gerade die großen Industrienationen wie die USA oder China blockieren wichtige Entscheidungen.

Eine Erwärmung von mehr als 2 Grad hätte dramatische Folgen, wie Greenpeace schreibt: So könnte der größte Urwald der Welt in Amazonien verschwinden: http://klimagipfel.greenpeace.de/

Vor allem die Inselstaaten schlagen Alarm – sie sind die Ersten, die vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sind. Sie kämpfen heute schon mit immer stärkeren Wirbelstürmen und Überschwemmungen.  Die Seite http://www.klimaretter.info schreibt dazu u. a.: Vor allem die Südseeinseln sähen ihre Lebensgrundlagen akut bedroht. Es gebe heute mehr tropische Stürme und das Grundwasser stehe vor der Versalzung.

Ross Jackson geht in seinem Buch „Occupy World Street“ natürlich mehrfach auf das Thema Klima ein. In der Einleitung schreibt er u. a.: „Dass es den UN-Klimakonferenzen von 2009 und 2010 nicht gelang, entschieden gegen die sich abzeichnende Gefahr des Klimawandels vorzugehen, führt zu einem beunruhigenden Gedanken: Vielleicht ist es politisch nicht möglich, die vielen globalen Krisen, denen unsere Zivilisation gegenübersteht, in den Griff zu bekommen. Dies klingt vielleicht absurd, ist aber leider eine reale Möglichkeit. Und es geht nicht nur um den Klimawandel. Das Problem sitzt viel tiefer. Heutzutage sind wir mit einer Vielzahl ernsthafter Bedrohungen für das Leben, wie wir es kennen, konfrontiert – mit Bedrohungen, die für frühere Generationen keine Rolle spielten: Überlastung der Ökosysteme, Überbevölkerung, nicht nachhaltiges Wachstum, Artensterben, wachsende Ungleichheit, globale Ungerechtigkeit sowie in jüngster Zeit die Erderwärmung und das globale Ölfördermaximum (Peak Oil).“

Und weiter schreibt Ross: „Viele Menschen haben auf verschiedenste Weise versucht, auf die wachsenden Bedrohungen zu reagieren. Ich selbst habe mich darauf konzentriert, die Ökodorfbewegung zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Qualität von und der Zugang zu Ausbildung in Sachen Nachhaltigkeit verbessert wird.“

Ross lebt mit seiner Frau Hildur in einem Ökodorf in Dänemark. Wer mehr über Ökodörfer auf aller Welt wissen will, kann hier nachlesen: http://db.ecovillage.org/de/global-ecovillage-network

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