Nachhaltig wählen …

Am Sonntag ist Bundestagswahl – wer noch unentschlossen ist und die Standpunkte der Parteien bezüglich Nachhaltigkeit oder Gerechtigkeit überprüfen will, für den ist der Wahlomat eine Hilfe:  https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2013/main_app.php

In 38 Fragen von Mindestlohn über Tempolimit und Strompreisregulierung, Grundeinkommen und Förderung der Ökologischen Landwirtschaft, der Verstaatlichung von Banken und der Flüchtlingspolitik … zeigt uns der Wahlomat nach Beantwortung aller Fragen, welche Partei mit uns die höchste inhaltliche Übereinstimmung hat. Außerdem werden alle Positionen zu den 38 Punkten erläutert und wir können einzelne Themen gewichten. Macht Spaß und bringt die Infos, die wichtig sind.

Ross Jackson zum Thema Wahlen in „Occupy World Street“:

„Die meisten Beobachter würden zustimmen, dass es als Beweis für Demokratie in einer Nation nicht ausreicht, alle vier Jahre Wahlen durchzuführen. Es bedarf zusätzlicher Informationen, um dies zu entscheiden; dazu gehört, dass man folgende Fragen stellt: Haben Wähler eine echte Wahl, oder haben wir es im Grunde genommen mit einer Ein-Parteien-Landschaft zu tun? Haben alle Wähler nachvollziehbar gleiche Wahlrechte, Zugang zur Wahl und die Möglichkeit, sich selbst zur Wahl zu stellen? Ist die Wahlbeteiligung hoch? Sind die Informationen in den Medien ausgewogen oder begünstigen sie eher eine bestimmte politische Sichtweise? Haben manche Teile der Gesellschaft durch Vetternwirtschaft, finanzielle Unterstützung oder andere Mittel unangemessenen Einfluss darauf, wer gewählt wird, d. h. sind die gewählten Politiker wirklich Repräsentanten des Volkes? Sind die Kandidatinnen und Kandidaten, die zur Wahl stehen, in höchstem Maß rechtschaffen und unbestechlich? Gibt es erhebliche Hürden für die Gründung neuer Parteien? In welchem Maß haben Bürger zwischen den Wahlen Einfluss auf politische Entscheidungen durch partizipatorische demokratische Instrumente? Bei all diesen Punkten stellen sich ernste Fragen, inwiefern die USA [Anmerkung der Redaktion: und die meisten westlichen Demokratien] des 21. Jahrhunderts eine echte Demokratie sind.

Der Mangel an echten Wahlmöglichkeiten spiegelt sich in der Wahlbeteiligung wider. Wenn Wähler nicht das Gefühl haben, ihre Interessen würden von den aufgestellten Kandidaten angemessen vertreten oder die Stimmabgabe habe einen Einfluss auf ihren Alltag, dann bleiben sie einfach zu Hause. Wenn wir die Aufzeichnungen seit 1946 betrachten, sehen wir anhand der Wahlbeteiligung deutliche Anzeichen eines Demokratieverfalls (…)

Wahlbeteiligung in Deutschland seit 1949: Nicht nur in den USA, auch hierzulande sinkt die Wahlbeteiligung kontinuierlich. Gingen 1953 noch 86 % der Wahlbeteiligten zur Bundestagswahl, waren es 2009 nur noch 70,8 %.

http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/downloads/bundestagswahlergebnisse/btw_ab49_wahlbeteiligung.pdf
Wichtig also, nicht zu verweigern – sondern, im Gegenteil, sich zu informieren und idealerweise auch, sich zu engagieren.

Hier zwei interessante Informationsplattformen: https://fragdenstaat.de/

 http://okfn.de/

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s